Andacht zum Quasimodogeniti
Stichwort: Wie neu geboren

„Siebenmal wirst du die Asche sein“, singt die Gruppe Karat (1978) über das Leben und seine Schattenseiten. Was so düster klingt, trägt eine helle Botschaft in sich: Nach jeder Krise geht es wieder aufwärts.

Dahinter steckt die Legende vom Feuervogel Phönix: Er baut sich ein Nest, um darin zu verbrennen. Aus der Asche wird ein neuer Vogel geboren: verjüngt und voller Lebenskraft. Die frühe Christenheit hat den mythischen Vogel als Symbol für die Auferstehung verwendet.

In der Bibel gibt es einen Mann mit Namen Hiob. Sein Leben glich einem Märchen: Reich an Kindern, Gütern und Lebensglück lebte er das Leben eines Gewinners. Eines Tages kommen Boten und überbringen ihm furchtbare Nachrichten. Hiobs gesamtes Leben ist in Rauch aufgegangen. Häuser, Stallungen und Tiere sind zu Asche verbrannt, Familienangehörige ums Leben gekommen. Hiob allein hat überlebt; die schwerste Prüfung seines Lebens.

Ein paar Tage nach der Kreuzigung sind die Freunde Christi unterwegs und fischen auf einem See. Überraschend stößt er zu ihnen. Es stimmt also: Er ist wahrhaftig auferstanden. Am Strand machen sie Feuer und braten frischen Fisch. Dazu gibt es Brot. Mit dem Mahl feiern sie die Auferstehung ihrer Gemeinschaft; ihre Herzen stehen wieder in Flammen. Die Liebe Gottes ist stärker als der Tod.

„Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.“, betete Hiob, nachdem das Schlimmste überstanden war. Gott segnete ihn und gab ihm die Lebenslust zurück. Am Ende fühlte er sich wie neu geboren. Die Asche war zu fruchtbarem Boden geworden.

mit vielen Grüßen aus Hohenmocker, Pastor Chr. Bauer

Die Andacht zum jeweiligen Sonntag bezieht sich auf ein verbindendes Stichwort aus den gottesdienstlichen Lesungen (grüner Link oben).