demnächst:
• Dorfkonzert im Kerzenschein, Roidin (D. 06. Dez 18.30 Uhr)
• flaxmill – Adventskonzert in Golchen (So 09. Dez 17 Uhr)
• Adventsmarkt Hohenmocker (Sa 15. Dez 14.50 Uhr)
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Beschluss des Kirchengemeinderates Hohenmocker gegen den weiteren Ausbau der Windenergie im Altkreis Demmin

Der KGR Hohenmocker hat am Mo., den 22. Okt 2018 mit einstimmigem Beschluss das untenstehende Votum gegen den weiteren Ausbau der Windenergie gefasst und zur Veröffentlichung freigegeben.
Wir stellen uns damit an die Seite all Derer, die der Auffassung sind, dass der Altkreis Demmin, insbesondere der östliche Teil, seinen Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien bereits in hinreichender Weise leistet. Wir empfinden eine  – wenigstens in einigen Teilen – unberührte Landschaft als Etwas, das auch um der Menschen willen schützenswert ist und das sich durch die aktuellen Pläne (Klick zur Karte von S. Pulkenat) in Gefahr befindet.

„Der Kirchengemeinderat Hohenmocker begrüßt grundsätzlich die Umstellung der Energieerzeugung auf erneuerbare Energien und erkennt die gegenwärtigen Bemühungen von Bundes- und Landespolitik, Industrie und Flächeneignern zum weiteren Ausbau der Windenergie als wichtigen Beitrag zur zukünftigen Nachhaltigkeit unserer Energiegewinnung an.

Mit Sorge nehmen wir jedoch die Planungen für unsere Region wahr, insbesondere die Teilfortschreibungen der Regionalen Raumentwicklungsprogramme der Planungsverbände Mecklenburgische-Seenplatte und Vorpommern, die eine Abstandsverkürzung zwischen den einzelnen Windparks von vormals 5 km auf nun 2,5 km vorsehen.

Unserer Auffassung nach ist die Unberührtheit und Schönheit unserer Landschaft einer der wesentlichen Faktoren dafür, dass Menschen hier gern leben. Die einzigartige Mischung aus eiszeitlich geformter Naturlandschaft, frühneuzeitlicher Park- und Gutslandschaft und landwirtschaftlich geprägter Offenlandschaft gibt unserer Region ihren unverwechselbaren Charakter. Hierin liegt auch das entscheidende Entwicklungspotenzial für sanften Tourismus. Der landschaftliche Reiz wird durch jahrhundertealte Kulturgüter verstärkt, deren Erhalt wir uns als Kirchengemeinde gemeinsam mit vielen anderen Akteuren verpflichtet sehen.

Die Umsetzung der aktuellen Pläne hätte die technische Überformung des gesamten Landschaftsbildes zur Folge. Insbesondere östlich von Demmin verdichten sich die ausgewiesenen Eignungsgebiete in übermäßiger Weise. Der fortwährende Ausbau bestehender Windparks ist bereits bedrückend genug. Die Veröffentlichung der neuen Pläne führt für viele Menschen in unseren Dörfern zu dem Gefühl, dass die Landschaft restlos zum Ausverkauf preisgegeben werden soll. Gleichzeitig wird die schleichende Entwertung vieler privater Immobilien befürchtet.

Wir appellieren an die Mitglieder der Planungsverbände Mecklenburgische-Seenplatte und Vorpommern, dringend die Abstandsregelungen zwischen den Windparks zu überdenken und zur bisherigen Regelung von einem Abstand zwischen Windeignungsgebieten von 5 km zurückzukehren.“

Der Kirchengemeinderat Hohenmocker, 22. Oktober 2018.