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Andacht zum Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres
Stichwort: Der Himmel in dir

Der November ist da. Aber nicht dieser Der-Rest-vom-goldenen-Herbst-November, sondern der richtige! Die Welt ist grau, trüb und kalt. Das lenkt die Gedanken auf die stillen Themen des Lebens. Und inmitten der kahlen Natur mit all ihrer Tristesse dämmert es uns: Auch wir sind vergänglich.

Besonders schön stehen jetzt die Vergissmeimnicht in Saft und Kraft, allerdings noch ohne Blüte. Viele Sorten sind zweijährig. Die himmelblauen Vergissmein des Frühlings wachsen im Herbst als kleine Pflanze heran, die erst im folgenden Frühling blüht.

Wenn die Pflanze im ersten Frost stirbt, ist ihre künftige Pracht schon beschlossene Sache. Es ist, als würde ein wunderbarer Schöpfer über den Winter die ganze angedachte Fülle und Schönheit noch einmal in seinem Herzen verwahren, um mit den ersten Strahlen im März seine Arbeit fortzusetzen.

Ist das ein Bild für unseren Tod? „Wenn unser irdisches Haus, diese Hütte, abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist im Himmel.“, schreibt der Apostel Paulus. Er hält nicht viel vom irdischen Leib, dieser armseligen Hütte. Nach dem Tod gibt’s was Neues anzuziehen, liebe Seele. Vergiss das nicht!

mit vielen Grüßen aus Hohenmocker, Pastor Chr. Bauer

Die Andacht zum jeweiligen Sonntag bezieht sich auf ein verbindendes Stichwort aus den gottesdienstlichen Lesungen (grüner Link oben).