Andacht zum 4. Advent
Der Herr ist nahe!“ (Phil 4,5b
)
Stichwort: sich vorbereiten

Es gibt jemanden, den ich für seinen Weg durch den Advent sehr bewundere. Er taucht für vier Wochen völlig unter. Auf Social Media ist er nicht mehr zu finden. Einladungen zu Weihnachtsmärkten und -feiern schlägt er dankend aus. Die Geschenke hatte er schon Ende November beisammen; keine Ahnung, wie er das schafft.

Er hat Zeit zum Lesen, Zeit für Händel und Nils Landgren, Zeit für seinen Adventskranz und ein paar gemütliche Abende vor dem Kamin. Zeit zum Spazierengehen im morgendlichen Raureif. Und Zeit für einige Grußkarten an Menschen, die er lange nicht mehr gesehen hat. Sonntags taucht er im Gottesdienst auf, hört die Geschichten vom Warten auf den Gottessohn, singt inmitten der Gemeinde ein paar Lieder, die man eben nur einmal im Jahr singen kann.

Warum ich ihn bewundere? Weil er sich innerlich vorbereitet. Eine selten gewordene Kunst. Im Trubel des Alltags wird er still. Und wartet auf den Erlöser, Friedensbringer und König der Welt. Ich glaube, es gibt im Advent nur eine wichtige Frage: Wie bereite ich mich eigentlich auf Gottes Ankunft vor?

mit herzlichen Grüßen aus Hohenmocker, Pastor Chr. Bauer